Stadt und Landkreis Karlsruhe informieren zum Coronavirus

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Mitteilung Stadt Karlsruhe Veröffentlicht 15. April 2020, 17:00 Uhr

Aktueller Lagebericht aus dem Verwaltungsstab der Stadt Karlsruhe

Mehrmals in der Woche tagt der Verwaltungsstab der Stadt Karlsruhe, in der Vertreterinnen und Vertreter der zuständigen Behörden und Ämter, von Branddirektion, Polizei, Gesundheitsamt und Städtischem Klinikum vertreten sind. Unter ihnen auch der Karlsruher Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup, der Stellvertreter des Karlsruher Landrats Knut Bühler und Experten weiterer Institutionen. Den Vorsitz hat Dr. Björn Weisse, Leiter des Ordnungs- und Bürgeramts. Die Teilnehmer tagen unter klaren Vorgaben, was die persönliche Distanzierung aller Beteiligten während der Sitzungen betrifft, zum anderen sind einige auch virtuell zugeschaltet. Im Stab werden alle relevanten Entscheidungen gefällt und Maßnahmen koordiniert.

In der heutigen Sitzung wurde noch einmal der aktuelle Status nach Ostern festgestellt. So sind im Stadt- und Landkreis Karlsruhe derzeit 1.146 bestätigte Covid-19 Fälle bekannt. Dabei handelt es sich um 324 Personen aus dem Stadtkreis Karlsruhe und 820 Personen aus dem Landkreis Karlsruhe. Bei zwei Personen ist der Wohnort noch unklar. 72 Betroffene befinden sich aktuell in stationärer Behandlung, davon 17 beatmet. Bislang sind 36 Menschen verstorben.

Obwohl einige medizinische und soziale Einrichtungen durch die Ausbreitung des Virus mittlerweile in ihrem Betrieb beeinträchtigt oder geschlossen sind, ist die medizinische Betreuung weiter gewährleistet. In einzelnen Heimen ist die pflegerische und medizinische Betreuung teilweise nur erschwert möglich.

Der Mangel an geeigneter Schutzausrüstung ist in vielen Einrichtungen noch immer ein Problem. In den Heimen mit relevanten Ausbrüchen ist der Ausfall qualifizierten Personals nach wie vor ein Thema.

Sämtliche Maßnahmen zielen weiterhin auf eine Isolation von Verdachtsfällen und Erkrankten, die allgemeine Reduzierung von Kontakten und den Schutz gefährdeter Gruppen. Mit einem Strategiewechsel ist kurzfristig nicht zu rechnen.

Die Kliniken sind auf hohe Fallzahlen – auch im intensivmedizinischen Bereich - vorbereitet. Ein schrittweiser Einstieg in den Normalbetrieb wird vorbereitet.

Die Fieberambulanz und die Zentrale Abklärungsstelle für Corona-Verdachtsfälle („Zack“) sind in den Regelbetrieb übergegangen.

Die meisten Betroffenen befinden sich in häuslicher Quarantäne und müssen nicht im Krankenhaus behandelt werden. Dennoch treten in den Kliniken des Stadt- und Landkreises Karlsruhe weiterhin schwere Krankheitsverläufe, auch mit Todesfolge auf.

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