Stadt und Landkreis Karlsruhe informieren zum Coronavirus

„Die Grenzen schließen sich - aber nicht unsere Herzen“ beschreibt eine Initiative „Solidarität, grenzüberschreitende Zusammenarbeit und Freundschaft in Zeiten der Corona-Pandemie“ ihr emotionales Anliegen. Gefühle zeigten auch die Vertreter der TechnologieRegion Karlsruhe (TRK) bei einer Online-Pressekonferenz. Deren Vorsitzender Dr. Frank Mentrup forderte, dass die Diskriminierungen elsässischer Pendler an der deutsch-französischen Grenze, und auch in unserer Region schnellstmöglich ein Ende haben müssten.

Die Hoffnung, mit Inkrafttreten der vierten Fassung der Corona-Verordnung und der Einreiseverordnung des Landes vorletzte Woche gebe es jetzt Erleichterungen, sei nicht erfüllt worden. "Stattdessen wurden die Voraussetzungen zum Grenzübertritt verschärft und es häufen sich weiter die Beschwerden – von Unternehmen aus Karlsruhe und der Region, die auf Arbeitskräfte aus dem Elsass angewiesen sind", zeigten sich OB Dr. Frank Mentrup sowie Landrat Dr. Fritz Brechtel vom Landkreis Germersheim und Landrat Toni Huber vom Landkreis Rastatt sich vor den Medien beschämt über die spezifische Diskriminierungen französischer Berufspendlerinnen und Berufspendler. Die Landsregierung sei hier in der Pflicht, zügig dafür zu sorgen,dass BerufspendlerInnen an den Grenzübergängen schneller einreisen können.

Die Probleme an der Grenze haben bereits zu vielfältigen Reaktionen geführt, die Südpfalz solidarisierte sich mit den elsässischen Nachbarn ebenso wie viele badische Bürgermeister und Landräte. Auch Unternehmer, die über den Rhein verbindend zusammenarbeiten sind empört, wie Frank Mentrup an einem Beispiel deutlich machte.

Der Ball liegt nun beim Bundesinnenministerium. Der TRK-Vorsitzende äußerte zumindest die Hoffnung, dass angesichts der vielen, mittlerweile bundesweiten Proteste an der deutsch-französischen Grenze die aktuell noch starre Haltung der Behörde aufgeben werden könnte.

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