Stadt und Landkreis Karlsruhe informieren zum Coronavirus

Pressemitteilung Stadt Karlsruhe Veröffentlicht 9. Oktober 2020, 13:59 Uhr

Corona-Pandemie: Situation der Karlsruher Kultur- und Kreativwirtschaft

Um ein objektives Bild über die Auswirkungen der Corona-Pandemie in der Kultur- und Kreativwirtschaft in Karlsruhe zu erhalten, hat das städtische Kultur- und Kreativwirtschaftsbüro K³ zusammen mit der Agentur „Kulturevaluation Wegner“ im Mai und im September 2020 eine Online-Umfrage durchgeführt. Die Ergebnisse stellten Erste Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz und Kulturbürgermeister Dr. Albert Käuflein am Mittwoch vor.

Rund 1.460 Unternehmen mit etwa 15.000 Arbeitsplätzen und damit jedes zehnte Unternehmen in Karlsruhe wird dem Bereich der Kultur- und Kreativwirtschaft zugeordnet, der von den Auswirkungen der Corona-Pandemie besonders stark betroffen ist. „Die Krise ist keineswegs überstanden. Aber es gibt einige Lichtblicke und erste positive Entwicklungen“, konstatierte Wirtschaftsdezernentin Luczak-Schwarz.

Klagten im Mai mehr als zwei Drittel der Befragten über stark abgenommene oder zum Erliegen gekommene Geschäfte, waren es im September noch 56 Prozent. Während vor allem künstlerische Branchen weiter stark belastet, weil eingeschränkt sind, ist der Sektor Software und Games eher positiv gestimmt. Positiv sei auch, dass die Unternehmen bislang fast vollständig auf Entlassungen ihres Kernpersonals verzichtet haben. „Bemerkenswert“ ist für Luczak-Schwarz zudem, wie schnell die Unternehmen neue Strategien, Projekte und Formate im Umgang mit der Krise entwickeln.

Von den Corona-Hilfsmaßnahmen wurden besonders die Soforthilfen des Landes (43 Prozent der Befragten) in Anspruch genommen. „Unser Anspruch als Stadt ist es, unsere lebendige Kulturszene durch Erhalt der kulturellen Infrastruktur durch die Krise zu bringen“, wies Bürgermeister Käuflein auf zusätzlich für den Kulturbereich von der Stadt bereitgestellte Mittel von bis zu 2,5 Millionen Euro hin. Zudem hat die Stadt den Mietern im städtischen Festigungs- und Expansionszentrum FUX und auf dem ganzen Areal des Kreativparks Alter Schlachthof die Option zur Mietstundung eingeräumt, wovon 16 Betriebe Gebrauch machten. Insgesamt ist die Situation auf dem Alten Schlachthof weiterhin gut. So gab es bislang nur zwei Kündigungen, zwei Unternehmen aus dem Perfekt Futur zogen in größere Räumlichkeiten innerhalb von Karlsruhe um. Auch die Bewerberlage für das Perfekt Futur hat sich kaum verändert.

Als Hilfestellung für die Akteure der Kultur- und Kreativwirtschaft hat das K³-Büro gleich zu Beginn der Corona-Krise verschiedene Maßnahmen angestoßen und realisiert. Parallel zum Beratungsangebot wurde das Informationsangebot um Sondernewsletter und Corona-Sonderseiten zu Hilfsmaßnahmen, Förderprogrammen sowie Notfallfonds erweitert.

Trotz einiger Lichtblicke sei die Krise nicht überstanden, waren sich die beiden Bürgermeister einig und teilen die Hoffnung, dass das „zarte Pflänzchen“ ohne weitere Restriktionen weiter gedeihen kann.

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