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Pressemitteilung Land Baden-Württemebrg Veröffentlicht 28. Juli 2021, 17:42 Uhr

Impfangebote für 12- bis 17-Jährige an drei Wochenenden in den Sommerferien

Gesundheitsminister Manne Lucha stellt eine neue Impfaktion des Landes Baden-Württemberg vor: „Wir machen 12- bis 17-Jährigen, die das wünschen und deren Eltern einverstanden sind, ein Impfangebot, um sich nach den Sommerferien in der Schule sicher fühlen zu können“

Zu Beginn, in der Mitte und am Ende der Sommerferien wird es in vielen Impf- zentren in Baden-Württemberg besondere Impfangebote für 12- bis 17-Jährige geben. Am Wochenende vom 31. Juli/1. August, am Wochenende vom 21./22. August und am Wochenende vom 11./12. September können sich Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren und auch ihre Eltern in vielen Impfzentren ohne Termin impfen lassen.
„Uns ist es wichtig, 12- bis 17-Jährigen, die sich mit dem Einverständnis ihrer El- tern impfen lassen wollen, ein Angebot zu machen. Die Sommerferien bieten sich dafür an, um dann im Herbst vollimmunisiert wieder in die Schulen zurück- zukehren. Bei unter 16-Jährigen ist eine Begleitung durch ein Elternteil notwendig, deshalb finden die Aktionen am Wochenende statt“, sagte Gesundheitsminister Manne Lucha am Mittwoch (28. Juli) in Stuttgart.
Die Besonderheit bei dieser Gruppe ist, dass die Ständige Impfkommission (STIKO) die Impfung bei 12- bis 17-Jährigen mit dem zugelassenen Impfstoff von BioNTech dann empfiehlt, wenn die Jugendlichen selbst vorerkrankt sind oder Risikopatienten im nahen Umfeld haben. Die STIKO empfiehlt eine Impfung außerdem bei Jugendlichen, die z. B. in der Ausbildung im beruflichen Umfeld ein erhöhtes Ansteckungsrisiko haben oder die mit Menschen arbeiten, die durch eine Corona-Infektion besonders gefährdet wären, weil sie selbst nicht geimpft werden können oder bei denen der begründete Verdacht auf einen nicht ausreichenden Schutz nach einer Impfung besteht (z. B. Menschen unter relevanter immunsuppressiver Therapie).
Bei individuellem Wunsch und nach ärztlicher Aufklärung und Risikoakzeptanz ist eine Impfung laut STIKO auch für alle anderen Kinder und Jugendlichen ab 12 Jahren ausdrücklich möglich. „Genau diesen interessierten 12- bis 17-Jährigen und ihren Eltern wollen wir die Möglichkeit geben, eine Impfung zu erhalten“, so Lucha weiter. Geimpft wird mit dem für die Altersgruppe ab 12 Jahren zuge- lassenen und von der STIKO für diese Altersgruppe empfohlenen Impfstoff des Herstellers BioNTech.
Die endgültige Entscheidung, ob im konkreten Einzelfall eine Impfung zu emp- fehlen ist, liegt bei der impfenden Ärztin oder dem impfenden Arzt. Während der Aktionswochenenden sind in den teilnehmenden Impfzentren Ärztinnen und Ärzte vor Ort, die grundsätzlich bereit sind, Kinder und Jugendliche ohne Indikation nach entsprechender Aufklärung zu impfen. In vielen Impfzentren sind außerdem Kinderärztinnen und -ärzte anwesend, die bei spezifischen Fragen unterstützen. Einige Impfzentren bieten auch außerhalb der Aktionswochenenden Impfungen für Kinder und Jugendliche an, teilweise in festgelegten Zeitfenstern. Jugendliche ab 16 Jahren, die selbst einwilligungsfähig sind, werden in fast allen Impfzentren grundsätzlich während der Öffnungszeiten geimpft.
Überblick der Aktionen für 12- bis 17-Jährige auf www.dranbleiben-bw.de
Insgesamt nehmen rund 40 Impfzentren im ganzen Land an der Aktion teil. Auf der Informationsseite www.dranbleiben-bw.de finden sich die Impfangebote unter der Rubrik „Impfaktionen für 12- bis 17-Jährige und ihre Eltern“. Interessierte Eltern und Jugendliche können sich dort über die teilnehmenden Impfzentren in der Umgebung und deren Öffnungszeiten informieren.
Mehr als 50 Prozent der Menschen in Baden-Württemberg vollständig immunisiert
Über 59 Prozent der Baden-Württembergerinnen und Baden-Württemberger sind mittlerweile mindestens einmal geimpft. Mehr als die Hälfte ist bereits vollständig immunisiert. Unter den Kindern und Jugendlichen von 12 bis 17 Jahren haben in Baden-Württemberg rund 20 Prozent eine erste Impfung erhalten, rund 10 Prozent sind vollständig immunisiert. Dieser Altersgruppe gehören rund 625 000 Menschen an.

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