Stadt und Landkreis Karlsruhe informieren zum Coronavirus

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Videostatement Dr. Björn Weiße Veröffentlicht 17. April 2020, 17:36 Uhr

Das aktuelle Interview mit dem Chef des Karlsruher Ordnungsamts

Der Verwaltungsstab der Stadt Karlsruhe hat heute wieder alle relevanten Themen der Coronakrise besprochen. Hier eine Übersicht zur heutigen Sitzung:

  • Im Stadt- und Landkreis Karlsruhe sind derzeit 1.191 bestätigte Covid-19 Fälle bekannt. Dabei handelt es sich um 326 Personen aus dem Stadtkreis Karlsruhe und 865 Personen aus dem Landkreis Karlsruhe. 64 Betroffene befinden sich aktuell in stationärer Behandlung, davon 11 beatmet. Bislang sind 50 Menschen verstorben. 516 Personen sind mittlerweile wieder genesen.
  • Trotz der Tatsache, dass einige medizinische und soziale Einrichtungen durch die Ausbreitung des Virus mittlerweile in ihrem Betrieb beeinträchtigt oder geschlossen sind, ist die medizinische Betreuung gewährleistet. In einzelnen Heimen ist die pflegerische und medizinische Betreuung teilweise nur erschwert möglich.
  • Der Mangel an geeigneter Schutzausrüstung stellt nur noch vereinzelt ein akutes Problem dar. Der vorhandene Bestand reicht jedoch nicht aus, um einen längeren Zeitraum zu überbrücken. Mit weiteren Lieferungen an Schutzausrüstung ist in der nächsten Zeit zu rechnen. In den Heimen mit relevanten Ausbrüchen ist der Ausfall qualifizierten Personals nach wie vor ein Thema.
  • Sämtliche Maßnahmen zielen weiterhin auf eine Isolation von Verdachtsfällen und Erkrankten, die allgemeine Reduzierung von Kontakten und den Schutz gefährdeter Gruppen. Mit einem Strategiewechsel ist kurzfristig nicht zu rechnen.
  • Die Kliniken sind auf hohe Fallzahlen – auch im intensivmedizinischen Bereich - vorbereitet. Aufgrund sinkender Fallzahlen in den Kliniken erfolgt ein schrittweiser Einstieg in den Normalbetrieb.
  • Die Fieberambulanz und die Zentrale Abklärungsstelle für Corona-Verdachtsfälle („Zack“) sind in den Regelbetrieb übergegangen.
  • Die meisten Betroffenen befinden sich in häuslicher Quarantäne und müssen nicht im Krankenhaus behandelt werden. Dennoch treten in den Kliniken und insbesondere den Heimen des Stadt- und Landkreises Karlsruhe weiterhin schwere Krankheitsverläufe, auch mit Todesfolge, auf.
  • Alle kundenrelevanten Bereiche der Stadtverwaltung bieten einen Basisbetrieb für dringende Anliegen. Es ist aber weiterhin mit deutlichen Einschränkungen im Kundenservice zu rechnen.
  • Rettungs- und Notarztdienstleistungen können weiterhin uneingeschränkt aufrechterhalten werden. Um den Rettungsdienst nicht zu gefährden, wird gebeten, auf bestehende Symptome hinzuweisen.

Wir haben die Gelegenheit genutzt und Dr. Björn Weiße, den Leiter des Ordnungs- und Bürgeramts der Stadt Karlsruhe nach der heutigen Sitzung zur aktuellen Lage befragt.

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