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Pressemitteilung Stadt Karlsruhe Veröffentlicht 29. Mai 2020, 18:12 Uhr

Karlsruhe sichert Pfingstferien-Notbetreuung für 180 Schülerinnen und Schüler

Mit dem nahenden Pfingstfest gehen weitere Lockerungen, aber auch Anstrengungen im Zuge der coronabedingten Ausnahmesituation einher, die nicht zuletzt Familien trifft. Insgesamt 180 für eine Notbetreuung in den Pfingstferien angemeldete Kinder von 45 Schulen sind allesamt bedarfsgerecht versorgt: von Dienstag, 2. Juni, bis Freitag, 5. Juni, je zwischen 8 und 16 Uhr, an 29 Schulstandorten. Es handelt sich ausschließlich um Grundschüler. Für Ältere von weiterführenden Schulen gab es nur ganz vereinzelt Anfragen, die sich dann erledigten. Das Angebot konzentriert sich wegen der begrenzten Personalkapazitäten auf die erste Woche. Zumal privat wieder Einiges unternommen, begrenzt auch verreist werden kann. Hilfe Suchende hatten ihren Urlaub vorziehen und generell umplanen müssen. Viele fanden jedoch eigene Lösungen.

In den Osterferien waren es mit 79 Schülerinnen und Schülern nicht einmal halb so viel Betreute, aber dem stehen auch fast 1000 gegenüber, die zuletzt schon wieder zur Schule gingen, erläuterte der Leiter des Schul- und Sportamts (SuS), Joachim Frisch, bei einer Pressekonferenz im Rathaus. „Hand in Hand und nicht nach Zuständigkeiten“ tüftelten alle beteiligten Akteure an einer bestmöglichen Verwirklichung des Gebotenen, versicherte Bürgermeister Martin Lenz. Die allgemein verbliebene Unzufriedenheit mancher Eltern „verstehen wir“, aber bei aller Wertschätzung für den Einsatz beispielsweise in Krankenhäusern und Heimen: Was die Leitungen im Bildungssektor aushielten und leisteten, sei „genauso aller Ehren wert“. Nur, indem Sozial- und Jugendbehörde (SJB) sowie Stadtjugendausschuss (stja) Erzieherinnen und Erzieher stellten (rund 40 und 15 bis 20, vielfach Teilzeitkräfte, neben 45 Aktiven schulischerseits), dazu kam mit der Kinder-Stadtkirche auch ein freier Träger mit ins Boot, war diese neue Aufgabe zu meistern. Die Schulen „konnten für sich entscheiden, ob Notbetreuung möglich ist, während der Kernbetrieb ruht“, dankte Frisch wie Lenz auch diesen.

„Es ist nicht normal, dass man so reibungslos zusammenarbeitet“, unterstrich der Leiter des Staatlichen Schulamts, Dr. Rüdiger Stein. Auch für Pfingsten meldeten sich Lehrkräfte freiwillig, ob der dynamischen Entwicklung seit dem Schulneustart am 4. Mai „natürlich nicht mehr in dem Ausmaß wie Ostern“. Dass in den Pfingstferien ein schulisches Angebot bereitzuhalten ist, sei schnell klar gewesen, erklärte Frisch. Zumal bis dahin alle anderen Kapazitäten wegen der Corona-Pandemie geschlossen bleiben mussten. Zugleich gehe es wirklich um Notbetreuung mit entsprechenden Einschränkungen, um latente äußere Infektionsquellen zu meiden. Klassische Ausflugsziele und der Nahverkehr fallen weg, die üblichen Ferienprogramme ohnehin. „Diese kleinen, festen Gruppen“, vorgegeben durch Hygiene- und Infektionsschutzregeln sowie die Verordnungen, „sind unwahrscheinlich personalintensiv“, führte die Leiterin der SJB-Abteilung für Kindertageseinrichtungen, Ilona Simon, aus – und: „Eigentlich sind es die Kinder gewohnt, rauszugehen, Räume zu wechseln, Spielpartner zu suchen.“ Der Wald sei durchaus weiterhin eine Ausweichchance, warf Petra Kuropka vom Stadtjugendausschuss ein, aber bei allem Engagement für eine bestmögliche und kindgerechte Betreuung bleibt höchste Vorsicht geboten.

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