Stadt und Landkreis Karlsruhe informieren zum Coronavirus

Pressemitteilung Landkreis Karlsruhe Veröffentlicht 17. April 2020, 10:04 Uhr

Landrat begrüßt Verkauf der Liegenschaft Schröcker Tor     

Eggenstein-Leopoldshafen bekommt künftig keine Flüchtlinge zur Anschlussunterbringung zugeteilt


Parallel zu den rückläufigen Asylbewerberzahlen baut der Landkreis seine Unterbringungskapazitäten zurück. Auch die Gemeinschaftsunterkunft „Schröcker Tor“, die für die vorläufige Unterbringung von Flüchtlingen eingerichtet wurde, ist in der vom Kreistag beschlossenen Rückbaukonzeption enthalten. Seit Oktober 2019 steht der Landkreis für eine Veräußerung dieser Liegenschaft in Verhandlungen mit dem Land Baden-Württemberg, das nach zusätzlichem Raum für die Erstaufnahme von Flüchtlingen sucht. Infolge der Corona-Pandemie ist das Land nun rasch auf das Angebot des Landkreises eingegangen.

Landrat Dr. Christoph Schnaudigel freut sich, dass die Verhandlungen zu einem erfolgreichen Abschluss gekommen sind und wird den Kreisgremien vorschlagen, dem Vertrag zuzustimmen. Um die Liegenschaft fristgerecht übergeben zu können, hat der Landkreis bereits mit den Vorbereitungen für die Verlegung der Bewohnerinnen und Bewohner begonnen. 23 Personen im Bereich der Gemeinschaftsunterkunft und 113 Personen im Bereich der Anschlussunterbringung in Form des Kombimodells sind derzeit dort gemeldet. Um sicherzustellen, dass das Virus bei einer Verlegung nicht in andere Unterkünfte im Landkreis weitergetragen wird, werden sämtliche Personen auf das Coranavirus getestet. Die getesteten Personen wurden gebeten, sich bis zum Vorliegen der Testergebnisse, die zum Wochenende erwartet werden, zu isolieren. Sollte ein Befund positiv sein, wird für die Betroffenen Quarantäne angeordnet. Das Landratsamt wird weiter berichten.

Landrat Dr. Schnaudigel informiert, dass das Regierungspräsidium entsprechend dem sogenannten Landeserstaufnahme-Privileg zugesagt hat, zukünftig deutlich weniger Flüchtlinge aus der Erstaufnahme in den Landkreis zuzuweisen. Für die Monate April und Mai werden keine Flüchtlinge aus der Erstaufnahme des Landes zugewiesen. Danach werden dem Landkreis entsprechend dem LEA-Privileg, bis zu 50 Prozent weniger Flüchtlinge zugewiesen. "Damit werden alle Städte und Gemeinden im Landkreis entlastet. Die Gemeinde Eggenstein-Leopoldshafen wird zudem von der Aufnahme von Flüchtlingen in die Anschlussunterbringung dann sogar gänzlich befreit", informiert der Landrat.

Der Landkreis informiert auch darüber, dass wesentliche Bedingung für einen Verkauf war, dass sich das Land Baden-Württemberg verpflichtet hat, die noch offenen Fragen der Entwässerung des Grundstücks zu lösen. Erst wenn diese Frage geklärt ist, kann die Unterkunft in einem größeren Umfang belegt werden. Bis dahin dürfen maximal 200 Flüchtlinge untergebracht werden.

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