Stadt und Landkreis Karlsruhe informieren zum Coronavirus

Pressemitteilung TechnologieRegion Veröffentlicht 21. April 2020, 17:28 Uhr

Unternehmen und Kammern arbeiten über den Rhein hinweg für das Gesundheitswesen zusammen

Die Zusammenarbeit dies und jenseits des Rheins funktioniert auch in der Coronakrise zwischen dem Elsass und Baden trotz der prekären Situation für Pendler an der Grenze bestens. In einem energischen Brief hatte Dr. Frank Mentrup in seiner Funktion als Vorsitzender der TechnologieRegion Karlsruhe bereits von der Landesregierung gefordert, für schnelle Abhilfe zu sorgen.

Auch bei einem weiteren wichtigen grenzüberschreitenden Thema gibt es gute Nachrichten. Nachdem Verwaltungsspitzen aus Wirtschaftsregion Mittelbaden, dem badischen Teil der TechnologieRegion Karlsruhe sowie die IHK Karlsruhe in einem Aufruf an Unternehmen der Region appelliert hatten, dringend benötigte Schutzmaterialien herzustellen, war das Echo enorm. Unter anderem empfahl ein Unternehmer aus der TRK ein Mode-Atelier in Paris, das seit Beginn der Corona-Krise auch Schutzkleidung herstellt. Dank schneller Vermittlung lieferte es schon bald Mund-Nase-Schutz, FFP-Masken und Schutzkittel ins Elsass.

Die IHK Karlsruhe und ihr französisches Pendant, die Industrie- und Handelskammer des Département Bas-Rhin (CCI), tauschen sich effizient aus, um den Bedarf an Virenschutz zu decken. Ein gutes Zeichen dafür, dass die deutsch-französische Zusammenarbeit auch während des Shutdown funktioniert!

CCI-Präsident Jean-Luc Heimburger zeigte sich in einem Dankesschreiben an den Präsidenten der IHK Karlsruhe, Wolfgang Grenke, gerührt über diese Unterstützung der deutschen Freunde und betonte die lebendige, grenzüberschreitende Partnerschaft. Dankbarkeit für die Versorgung französischer Corona-Patienten in badischen Kliniken vermittelte auch die Präfektin der Region Grand Est in ihrer Botschaft an Karlsruhes Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup: „In dieser Krisensituation haben wir den Mut, die Entschlossenheit und die Großzügigkeit ihrer Bürger erfahren“, so Josiane Chevalier.

Ob im Gesundheitswesen oder in der Textilindustrie, in offenen Werkstätten oder in Forschungsinstituten – die Wirtschaft in der Region kann alles leisten, was es in dieser Krisebraucht. Deshalb blickt TRK-Geschäftsführer Jochen Ehlgötz optimistisch in die Zukunft: „Unsere Netzwerke sind stark und reichen weit. Neben den technischen Voraussetzungen mangelt es auch nicht an Hilfsbereitschaft und wir wissen, dass wir genauso auf unsere französischen Partner bauen können!“

Daher so Ehlgötz weiter, sollten auch von deutscher Seite die Rahmenbedingungen für unsere französischen Freunde, so gestaltet werden, dass bspw. die Arbeitswege in zumutbaren Zeiten zurückgelegt werden können. Nachdem sich die TechnologieRegion Karlsruhe hierfür bereits gestern für die ca. 10.000 Pendler aus Frankreich in den badischen Teil der TRK ausgesprochen hatte - davon alleine über 5.000 in den Landkreis Rastatt -, richtet sich der Blick jetzt verstärkt auch in die Südpfalz. Sollten die Grenzkontrolle dort weiter in ähnlicher Weise wie bisher durchgeführt werden, droht mit der Wiederaufnahme der Produktionslinien, bspw. der dortigen großen Unternehmen wie Daimler, eine weitere Verschlechterung der ohnehin bereits jetzt unhaltbaren Zustände.

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