Stadt und Landkreis Karlsruhe informieren

Pressekonferenz Stadt Karlsruhe Veröffentlicht 26. Februar 2021, 07:44 Uhr

Karlsruher Oberbürgermeister: Weiter alle Vorsichtsmaßnahmen einhalten

In der wöchentlichen Pressekonferenz zur aktuellen Coronalage in Karlsruhe berichtete Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup nach entsprechenden Tests von gestiegenen Virusmutationen. Deren Anteil liegt demnach bei etwa 24 Prozent. Da diese Mutationen offenbar ansteckender sind als das herkömmliche Virus, müssten alle gebotenen Vorsichtsmaßnahmen (Maskenpflicht/Abstand halten!) unbedingt eingehalten werden.

Die regionalen Inzidenzwerte (aktuell 47,7 Stadt und 62,5 Landkreis - pro 100 000 Einwohner) lassen nach seinen Worten eine "Seitwärtsbewegung" erkennen, nachdem sie in den vergangenen Wochen deutlich gefallen waren. Freude herrscht beim Rathauschef darüber, dass ab 5.3. auch der Impfstoff Astrazeneca zur Verfügung stehe. Mehrere tausend Menschen könnten somit geimpft werden.

Die Diskussion über Astrazeneca kommentierte Mentrup mit den Worten: "Das ist ein sehr potenter, guter Impfstoff." Als bedauerlich bezeichnete er Pannen bei der Zentralen Terminvergabe, unter der vor allem Lehrkräfte zu leiden hatten, die trotz Bestätigungen keine Impfung erhielten. Deren Empörung könne er sehr gut nachvollziehen, obwohl die Stadtverwaltung selbst dafür nicht verantwortlich zeichne.

Erfreuliches gibt es aus den Karlsruher Pflegeheimen zu berichten. Dort wurden mittlerweile sämtliche Bewohner mindestens einmal geimpft. Über die Auswirkungen der Impfungen und über die aktuelle Situation in den Kliniken erwartet das Coronaportal heute auch Informationen aus der wöchentlichen Pressekonferenz des Städtischen Klinikums.

Große Hoffnungen darf man auf einen Beitrag des Technologiezentrum Wasser (TZW) setzen. Dessen Abwasser-Monitoring zur Überwachung des Corona-Infektionsgeschehens erfasst Ausscheidungen von Infizierten. Sogenannte "Marker" in den Ausscheidungen geben Aufschluss über entsprechende Infektionszahlen, lange bevor diese bei Tests erkannt werden. Auch Hotspots können auf diese Weise identifiziert werden. Die Genauigkeit ist sehr hoch, betonte Projektleiter Andreas Thiem bei der Pressekonferenz. Er wies darauf hin, dass mit dieser Methode bereits 30 Fälle je 100.000 Einwohner erfasst werden. Das Analysematerial wird im Klärwerk in Neureut entnommen.

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