Stadt und Landkreis Karlsruhe informieren zum Coronavirus

"Mit der Erlaubnis für öffentliche Gottesdienste und Gebetsveranstaltungen kehrt ein wichtiger Teil unserer Stadtidentität zurück", reagiert Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup auf die ab dieser Woche geltenden Lockerungen im religiösen Bereich. "Schon Markgraf Karl-Wilhelm hat die Religionsfreiheit bei der Stadtgründung 1715 als ein zentrales Grundrecht in seinem Privilegienbrief und damit in unserem Selbstverständnis verankert", erinnert er. Dieses tolerante Miteinander von Gläubigen aller Religionen wie auch Nicht-Gläubigen präge die Stadtgesellschaft bis heute. "Auch in deren Namen wünsche ich den Kirchen und Religionsgemeinschaften wie allen Gläubigen neue Freude und Zufriedenheit im Feiern gemeinschaftlicher Gottesdienste und Gebetsveranstaltungen", so der Oberbürgermeister.

Angesichts des muslimischen Fastenmonats Ramadan, der am 26. Mai endet, und angesichts der im Mai und Juni bevorstehenden christlichen und jüdischen Feiertage sei die Zulassung von Gottesdiensten und Gebetsveranstaltungen dringend geboten gewesen. "Schon der vorherige mehrwöchige Verzicht war für die Gläubigen schwer zu ertragen, denn er fiel für die meisten in eine Zeit hoher Feiertage und zentraler, traditionell gemeinschaftlich begangener religiöser Feste und Zeremonien", sagt Mentrup. Gleichzeitig dankt der Oberbürgermeister den Karlsruher Kirchen und Religionsgemeinschaften für die Einhaltung der Verbotsregel. Auch der Wegfall von Gottesdiensten und Gebetsveranstaltungen habe dazu beigetragen, die Verbreitung des Corona-Virus in Karlsruhe einzudämmen.

Auch wenn ein normales gemeindliches Leben aufgrund der notwendigen Beschränkungen und Hygienemaßnahmen noch lange nicht möglich sein werde, ermögliche die Lockerung die Rückkehr von Gemeinschaft. "Nicht nur ältere Menschen haben diese Gemeinschaft, das Miteinander schmerzlich vermisst", stellt der Oberbürgermeister fest. Daher begrüße er, dass neben Gottesdiensten und Gebetsveranstaltungen auch die sehr belastenden Einschränkungen von religiösen Zeremonien wie Taufen, Hochzeiten, Bestattungen, Urnenbeisetzungen und Totengebeten zumindest gelockert werden konnten.

Der Oberbürgermeister bittet alle Menschen, die nun wieder von der Möglichkeit der gemeinschaftlichen Religionsausübung Gebrauch machen, weiter um Rücksicht und Geduld. "Die Gefahr durch das Corona-Virus ist nicht gebannt; wir alle müssen weiterhin die notwendigen Kontaktbeschränkungen, Abstand und Hygienemaßnahmen einhalten, um uns selbst und andere zu schützen", appelliert Mentrup.

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