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Mitteilung Corona-Schutzimpfung Seite zuletzt aktualisiert 7. Januar 2021, 17 Uhr

Der Weg zur Corona-Schutzimpfung

Die Vergabe von Impfterminen hängt von dem zur Verfügung stehenden Impfstoff ab. Der Impfstoff ist begrenzt, daher kann es sein, dass zu bestimmten Zeiten keine Impftermine vereinbart werden können. Angebote für Impftermine werden - abhängig von den Lieferungen des Impfstoffes durch das Land Baden-Württemberg - kontinuierlich ins System eingepflegt.

1. Wer wird zuerst geimpft?

Die Reihenfolge der Impfungen ist in einer Rechtsverordnung des Bundesgesundheitsministeriums festgelegt, die auf der Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission beim Robert Koch-Institut (RKI) aufbaut. Diese Rechtsverordnung ist am 15. Dezember 2020 in Kraft treten.

Eine Priorisierung ist notwendig, weil zunächst nicht ausreichend Impfstoff zu Verfügung steht, um alle Menschen zu impfen, die das wünschen.

Nach der Impf-Verordnung werden zuerst die über 80-Jährigen sowie die Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen geimpft. Auch das Personal dieser Häuser Beschäftigte im Gesundheitswesen, die einem besonders hohen Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind, gehören zu der ersten Gruppe.

Diese Reihenfolge wird auch bei den zweiten Impfungen beibehalten.

Die Priorisierung im Einzelnen:

Höchste Priorität

* Über 80-Jährige

* Personen, die in stationären Einrichtungen für ältere oder pflegebedürftige Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder tätig sind,

* Pflegekräfte in ambulanten Pflegediensten

* Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen mit hohem Expositionsrisiko wie Intensivstationen, Notaufnahmen, Rettungsdienste, als Leistungserbringer der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung, SARS-COV-2-Impfzentren und in Bereichen mit infektionsrelevanten Tätigkeiten

* Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen, die Menschen mit einem hohen Risiko behandeln, betreuen oder pflegen. (V.A. Hämato-Onkologie und Transplantationsmedizin.

Hohe Priorität

* Über 70-Jährige

* Personen mit Trisomie 21, mit Demenz oder geistiger Behinderung, nach einer Organtransplantation

* Enge Kontaktpersonen von solchen pflegebedürftigen Personen, die über 70 Jahre alt sind, an Trisomie 21 oder einer geistigen Behinderung (bzw. Demenz) leiden oder nach einer Organtransplantation ein hohes Infektionsrisiko haben.

* Kontaktpersonen von Schwangeren

* Personen, die in stationären Einrichtungen für geistig behinderter Menschen tätig sind oder im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig geistig behinderte Menschen behandeln, betreuen oder pflegen,

* Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem hohen oder erhöhten Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, insbesondere Ärzte und sonstiges Personal mit regelmäßigem Patientenkontakt, Personal der Blut- und Plasmaspendedienste und in SARS-CoV-2-Testzentren

* Polizei- und Ordnungskräfte, die im Dienst, etwa bei Demonstrationen, einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind.

* Personen im öffentlichen Gesundheitsdienst und in relevanten Positionen der Krankenhausinfrastruktur

* Personen, die in Flüchtlings- und Obdachloseneinrichtungen leben oder tätig sind

Erhöhte Priorität

* Über 60-Jährige

* Personen mit folgenden Krankheiten: Adipositas, chron. Nierenerkrankung, chron. Lebererkrankung, Immundefizienz oder HIV-Infektion, Diabetes mellitus, div. Herzerkrankungen, Schlaganfall, Krebs, COPD oder Asthma, Autoimmunerkrankungen und Rheuma

* Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen mit niedrigen Expositionsrisiko (Labore) und ohne Betreuung von Patienten mit Verdacht auf Infektionskrankheiten

* Personen in relevanter Position in Regierungen, Verwaltungen und den Verfassungsorganen, in Streitkräften, bei der Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz und THW, Justiz

* Personen in relevanter Position in Unternehmen der kritischen Infrastruktur, im Apotheken und Pharmawirtschaft, öffentliche Versorgung und Entsorgung, Ernährungswirtschaft, Transportwesen, Informationstechnik und Telekommunikation

* Erzieher und Lehrer

* Personen, mit prekären Arbeits- oder Lebensbedingungen

2. Wie bekomme ich Informationen zu einem Impftermin?

Wer in der Prioritätsliste dran ist, kann sich auf verschiedene Weise für die Corona-Schutzimpfung anmelden:

www.impfterminservice.de

App: 116 117

Telefonhotline: 116 117

Für Gehörlose Menschen ist Videotelefonie über die folgende Website geplant:

https://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/de/gesundheitpflege/gesundheitsschutz/infektionsschutz-hygiene/informationen-zu-coronavirus/videochat-gebaerdensprache/

3. Die Bundesregierung informiert zur Corona-Schutzimpfung

4. FAQ der Landesregierung zum Impfprozess

Wer wird die Impfung vornehmen

Impfen ist Ausübung von Heilkunde, die eigentlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten ist. Laut Berufsordnung der Landesärztekammer Baden-Württemberg können die verantwortlichen Ärztinnen oder Ärzte jedoch einzelne Aufgaben, auch das eigentliche „Pieksen“ selbst (Impfassistenz), an qualifiziertes Fachpersonal delegieren. Zu dieser Gruppe gehören Notfallsanitäter, Rettungsassistenten, Medizinische Fachangestellte, Krankenpfleger, Kinderkrankenpfleger, Altenpfleger, Medizinstudierende ab dem 7. Semester und im Praktischen Jahr (PJ), sowie Auszubildende aus einigen der genannten Berufsgruppen bei entsprechender Qualifikation.

Gibt es nur einen Impfstoff?

Momentan ist nur Biontech-Impfstoff verfügbar. Nach derzeitigem Kenntnisstand ist eine EU-Zulassung des Moderna-Impfstoffes ggf. Anfang Januar geplant. Das Distributionskonzept bei zwei oder mehr verwendbaren Impfstoffen ist derzeit in Abstimmung.

Darf ich ohne Termin zum Zentralen Impfzentrum kommen?

Nein, der Zugang erfolgt nur mit Termin und vor dem Zutritt werden Impftermin und Impfberechtigung geprüft.

Wie bekomme ich einen Impftermin?

Die Terminvergabe für Impfungen in den Impfzentren erfolgt über einen zentralen Impfterminservice. Dieser ist über verschieden Kanäle erreichbar:
• über www.116117.de und www.impfterminservice.de
• über die App 116117
• über die Telefonhotline 116117
• für gehörlose Menschen über Videotelefonie über die Webseite: https://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/de/gesundheitpflege/gesundheitsschutz/infektionsschutz-hygiene/informationen-zu-coronavirus/videochat-gebaerdensprache/

Bei Anruf über die 116117 erfolgt eine Weiterleitung an das vom Land beauftragte Callcenter. Bei der Terminvergabe erfolgt bereits eine Schnellprüfung der Impfberechtigung.

Wie läuft die Terminvergabe ab?

• Schnellprüfung der Impfberechtigung
• Auswahl des Impfzentrums
• Ggfs. Auswahl Impfstoff, welcher durch die Anspruchsprüfung ermittelt wurde
• Erzeugung von Vermittlungscodes, die der Verifikation der Terminbuchung dienen
• Auswahl des ersten und des zweite Impftermins
• Erfassung persönlicher Daten
• Sofern eine Emailadresse hinterlegt wurde, wird eine Terminbestätigung versandt, die auch die Vermittlungscodes sowie Hinweise auf die mitzubringenden Dokumente enthält. In der Bestätigungsemail wird zudem auf eine zentrale Informationsseite des Bundes verwiesen.

Was muss ich zur Impfung mitbringen?

• Impfpass
• Elektronische Gesundheitskarte
• Ausweisdokument
• Ggf. Impfberechtigung (Bescheinigung vom Arzt oder Arbeitgeber)
• Ärztliche Bescheinigungen etwaiger Vorerkrankungen

Wer wird wann geimpft?

Die Impfung der Bevölkerung wird schrittweise in priorisierten Gruppen erfolgen. Diese Priorisierung wird durch die Ständigen Impfkommission (STIKO) vorgenommen und ist in der Impfverordnung des Bundes geregelt. Die Impfverordnung ist hier zu finden: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/C/Coronavirus/Verordnungen/CoronaImpfV_-_De_Buette.pdf

Wer sind die priorisierten Personengruppen bzw. Impflinge?

Die Einteilung der priorisierten Bevölkerungsgruppen orientiert sich an den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) zur COVID-19-Impfung. Folgende Gruppen sind derzeit prioritär zu impfen:
• Bewohnerinnen und Bewohner von Senioren- und Altenpflegeheimen
• Personen im Alter von ≥ 80 Jahren
• Personal mit besonders hohem Expositionsrisiko in medizinischen Einrichtungen (z.B. in Notaufnahmen, in der medizinischen Betreuung von COVID-19 Patientinnen und Patienten)
• Personal in medizinischen Einrichtungen mit engem Kontakt zu vulnerablen Gruppen (z.B. in der Hämato-Onkologie oder Transplantationsmedizin)
• Pflegepersonal in der ambulanten und stationären Altenpflege

Wie werden die prioritären Gruppen erreicht?

Bürgerinnen und Bürger werden über die Priorisierung, die Möglichkeit und die Terminierung der Impfung informiert. Es wird keine personalisierte Einladung erfolgen. Danach können impfwillige Bürgerinnen und Bürger einen Termin vereinbaren. Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen werden über mobile Impfteams erreicht werden. Das Personal in Krankenhäusern soll nach Möglichkeit vor Ort geimpft werden.

Warum bekomme ich die Impfung nicht bei meinem Hausarzt?

Es wird zunächst nicht genügend Impfstoff für die gesamte Bevölkerung zur Verfügung stehen. Außerdem müssen manche Impfstoffe im Ultra-Tiefkühl-Temperaturbereich (-75°C) gelagert werden. Darüber hinaus werden initial Impfstoffe nur in Mehrdosenbehältnissen verfügbar sein. In der ersten Phase werden die Impfungen daher in speziell eingerichteten Impfzentren erfolgen, was eine zeitnahe Impfung von vielen Menschen und gleichzeitig auch eine bessere Überwachung der neuartigen Impfstoffe ermöglicht.

Zudem sind mobile Teams geplant, die weniger mobile Menschen etwa in Altenheimen aufsuchen. In der zweiten Phase sollen die Impfungen zu einem großen Teil in Arztpraxen durchgeführt werden. Voraussetzung ist, dass ausreichend Impfstoffe für ein Impfangebot an breitere Bevölkerungsgruppen zur Verfügung stehen wird und dass ein großer Teil der Impfstoffe unter Standardbedingungen gelagert werden kann.

Was ist, wenn ich nicht ins Impfzentrum kommen kann?

In der wichtigen ersten Phase setzt die Impf-Strategie auf Impfungen in Impfzentren und durch mobile Impfteams. So lässt sich besser organisieren, dass vor allem die Menschen zuerst geimpft werden, die besonders geschützt werden sollen. Des Weiteren muss der Impfstoff vor der Verwendung bei minus 70 Grad gelagert werden. Im Laufe der Zeit ist jedoch mit Corona-Schutzimpfungen in den Hausarztpraxen zu rechnen.

Wie kann man ein mobiles Impfteam anfordern?

Die mobilen Impfteams sind organisatorisch an die jeweiligen Impfzentren angebunden. Die mobilen Impfteams suchen nach vorheriger Terminabsprache aktiv die Alten- und Pflegeeinrichtungen auf, um die dort lebenden Personen vor Ort zu impfen. Auch hierbei handelt es sich um ein Impfangebot, die Impfung ist freiwillig.

Zunächst werden Alten- und Pflegeheime aufgesucht, und vor Ort geimpft. Auch das Personal kann dabei mit geimpft werden. Aufgrund der begrenzten Verfügbarkeit des Impfstoffs zu Beginn der Impfungen muss priorisiert werden. Aufsuchende Impfungen bei pflegebedürftigen Menschen in der eigenen Häuslichkeit sind derzeit aufgrund der begrenzten Verfügbarkeit des Impfstoffs noch nicht möglich. In der eigenen Häuslichkeit ist jedoch auch das Ansteckungsrisiko deutlich geringer als in einem Alten- oder Pflegeheim.

Wer ist verantwortlicher Betreiber des Impfzentrums?

Das Land Baden-Württemberg ist Betreiber der Impfzentren. Die Landkreise sowie weitere Partner übernehmen gegen Erstattung der nachgewiesenen notwendigen Kosten durch das Land und nach den Vorgaben des Landes die Errichtung sowie den organisatorischen Betrieb.

Wer haftet bei Impfschäden?

Für Impfschäden, das heißt einer gesundheitlichen Schädigung durch die Impfung selbst, die zu gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen führt, gibt es, wie bei anderen empfohlenen Schutzimpfungen auch, einen eigenen Entschädigungsanspruch gegen das Land bzw. den Bund. Für andere Schäden greift die Berufshaftpflichtversicherung der Ärztin oder des Arztes.

Was sind Mobile Impfteams (MIT)?

Die mobilen Impfteams bestehen aus Ärzten und medizinischem Fachpersonal und sind organisatorisch an die jeweiligen Impfzentren angebunden. Die mobilen Impfteams suchen nach vorheriger Terminabsprache aktiv die Alten- und Pflegeeinrichtungen auf, um die dort lebenden Personen vor Ort zu impfen. Auch hierbei handelt es sich um ein Impfangebot, die Impfung ist freiwillig.

Wie läuft die Terminvereinbarung für Bewohnerinnen und Bewohner in Alten- und Pflegeeinrichtungen ab?

Bewohnerinnen und Bewohner aus Alten- und Pflegeeinrichtungen erhalten ihre Impfung durch die sogenannten MITs (Mobile Impfteams). Die Terminvereinbarung läuft über die jeweiligen Heimleitungen. Diese haben bereits Material zugesendet bekommen, dem sie alle notwendigen Informationen für eine Anmeldung zum Impfprozess entnehmen können. Die Einrichtungen nehmen selbstständig Kontakt zum Führungsstab der Stadt Karlsruhe auf, welcher die Termine koordiniert.

Was müssen Heimleitungen von Alten- und Pflegeeinrichtungen bei der Terminvereinbarung für ein MIT beachten?

Über das Impfmanagement-System des Sozialministeriums Baden-Württemberg (www.impfen-bw.de) müssen die zu impfenden Personen durch die Heimleitungen eingepflegt und personalisierte Dokumente mit einem QR-Code erzeugt werden. Nur so ist im Folgeprozess eine saubere Impfdokumentation möglich.

Außerdem müssen die Heimleitungen Kontakt zum Führungsstab der Stadt Karlsruhe aufnehmen, welcher die Termine und Routen der MITs zentral koordiniert. Hier werden auch notwendige Voraussetzungen für den Besuch abgesprochen.

Nach welchen Kriterien werden Alten- und Pflegeeinrichtungen vom ZIZ (KIZ) ausgewählt und wie wird die Reihenfolge des Besuchs durch ein MIT ausgewählt?

Um von einem MIT angefahren zu werden, müssen die Alten- und Pflegeeinrichtungen „Impfbereitschaft“ herstellen. Das heißt, dass alle organisatorischen Voraussetzungen für eine reibungslose Impfdurchführung erfüllt sind und die zu impfenden Personen sowohl ermittelt, als auch über das Impfmanagement-System des Sozialministeriums Baden-Württemberg (www.impfen-bw.de) eingepflegt wurden.

Wenn Impfbereitschaft hergestellt wurde, werden die Einrichtungen in der Regel nach Reihenfolge ihrer Anmeldung angefahren.

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